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Die kubistisch anmutenden "Archetypen" von Hermann Böning scheinen eine Kategorie der modernen Kunst wiederzuentdecken, die es in dieser Form nicht mehr gab: Zärtlichkeit, Bewegung, physischer Ausdruck (etwa in der Anstrengung oder der Ruhe) gehören seit langer Zeit nicht zum gängigen Repertoire der Bildhauerei der Gegenwart. Da Böning vorwiegend mit Holz arbeitet und es vermeidet, ins Detail zu gehen, scheint dieser Ausdruck in seinen Figuren oder in den Holzskulpturengruppen nicht von der relativ grob behauenen Oberfläche herzurühren. Aufgrund dessen, dass jede Figur ihren eigenen "Ausdruck behält", unterscheidet er sich wohltuend von vielen Künstlern der jungen Generation. M.C.


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